Bauherren sollten sich auf Photovoltaikpflicht einstellen

Zum Jahreswechsel tritt in Baden-Württemberg die Solarpflicht in Kraft. Bauherren sollten ihre Gebäude entsprechend vorbereiten. Steigende Baukosten sind dabei nicht zu erwarten.
Der Systemanbieter und Projektierer von Photovoltaikanlagen Wirsol aus dem badischen Waghäusel rät Bauherren, sich jetzt schon auf die Solarpflicht in Baden-Württemberg einzustellen. Bei geplanten Gebäuden müsse die Solaranlagen auf dem Dach – oder sogar in der Fassaden – von Anfang an mitgedacht werden. Entsprechend müssen die Gebäude statisch so geplant werden, dass die Installation eines Photovoltaikgenerators problemlos möglich ist.
Hintergrund ist die Tatsache, dass die Landesregierung in Stuttgart schon längst die Pflicht zur Installation einer Solaranlage für neu errichtete Nichtwohngebäude beschlossen hat. Dazu gehören Lagerhallen, Bürogebäude, Schulen und andere Gewerbe- und öffentlichen Gebäude, die nicht ausschließlich zu Wohnzwecken errichtet werden.

Ab 2023 Solarpflicht auch bei Sanierung
Diese Pflicht tritt am 1. Januar 2022 in Kraft. Entsprechend fallen alle Gebäude, für die nicht noch in diesem Jahr ein Bauantrag gestellt wird, unter diese Regelungen. Ab 1. Mai 2022 wird die Solarpflicht auch auf Dächer von neuen Wohngebäuden ausgeweitet. Ab Januar 2023 müssen auch Dächer mit einer Photovoltaikanlage belegt werden, die grundlegend saniert werden. Zusätzlich müssen ab 2022 auch Parkplätze ab 35 Stellplätzen mit einer Photovoltaikanlage überdacht werden.
Quelle:
www.erneuerbareenergien.de/solarenergie/wirsol-raet-bauherren-sollten-sich-auf-photovoltaikpflicht-einstellen

PV Ausrichtung folgt rechtl. Rahmenbedingungen

Das ergab eine Auswertung der Anlagendaten in Deutschland seit 2000 bis 2019, die das Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) durchgeführt hat:

Das Ergebnis zeigt deutlich die technische Weiterentwicklung, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und den Aufbau der rechtlichen Hürden. So wurden bis 2009 noch fast alle Anlagen in südliche Richtungen aufgebaut. Durch diese optimale Ausrichtung konnten die Betreiber den maximalen Ertrag erzielen und einspeisen. Ausrichtungen nach Osten und Westen waren eher selten. Das änderte sich mit zunehmendem Preisrückgang der Anlagen, wodurch der Eigenverbrauch als Option in den Mittelpunkt rückte. Drastisch zulegt haben diese auf die Nutzung des Solarstroms vor Ort optimierten Anlagen ab 2013 als die Einspeisevergütungen immer weiter zurückgingen.

Mehr bei https://www.erneuerbareenergien.de/5-arten-fuer-die-solarbranche-auf-technologische-und-regulatorische-entwicklung-zu-reagieren

Quelle: https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2021/vermehrter-zubau-von-grossen-pv-aufdachanlagen-mit-kleinen-neigungswinkeln-in-ost-west-richtung.html